Projekttitel:
Wie wirken sich die Folgen von Arbeitslosigkeit auf die Geschlechter aus? Gibt es Unterschiede?

Projektleitung:
Frau Katja Gonzalez Contreras, Kreisausschuss Hersfeld-Rotenburg

Ausgangssituation:
Arbeitslos zu werden, ist für die meisten Menschen ein gravierendes Ereignis mit negativen Folgen. Mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit steigen die gesundheitlichen Auswirkungen an. Frauen und Männer werden unterschiedlich krank. Dies wird bereits in der Gendermedizin untersucht. Medikamente wirken bei den Geschlechtern unterschiedlich. Geschlechtsspezifische Ansätze sind in der Medizin notwendig, um optimale Prävention und Behandlung zu ermöglichen. Depressionen und Angststörungen sowie ein geringeres Selbstwertgefühl gehören zu den möglichen Folgen der Arbeitslosigkeit. Männer leiden häufiger unter depressiven Störungen. Das Risiko, an einer Depression zu erkranken, liegt bei langzeitarbeitslosen Männern 3,2 fach höher als bei erwerbstätigen Männern. Bei den Frauen liegt es um 1,9 fach höher. Frauen finden häufiger in der Familienrolle Ressourcen, die die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit abfedern. Frauen und Männer sind verschieden.

Projektziele:
Das Projekt soll eine Auswertung der gesundheitlichen Folgen von Arbeitslosigkeit nach Geschlechtern liefern. Präventionsmaßnahmen können anhand der Ergebnisse bestenfalls geplant werden. Der Ansatz weiterer Stabilisierungs- und Integrationsmaßnahmen ist dann ggfs. ebenfalls den Bedarfen der Geschlechter anzupassen. Frauen und Männer sind verschieden und es bedarf geschlechterspezifischer, individueller Maßnahmen, um langfristig eine Wiedereingliederung auf dem Arbeitsmarkt zu erreichen.

Die Ergebnisse dieses Projekts werden an einem Messestand vorgestellt.

Zurück zur Projektübersicht