Projekttitel:
Was bedeutet Armut für die SGB II-Bezieher*innen, wie arm fühlen sie sich und wie wirken sich die Dauer des Leistungsbezuges und die Konstellation der Bedarfsgemeinschaft auf die gefühlte Armut aus?

Projektleitung:
Frau Julia Ströher, Kommunales Jobcenter Lahn-Dill
Herr Timo Eckert, Jobcenter Frankfurt am Main
Frau Johanna Marie Schütz, Rheinhgau-Taunus-Kreis, Kommunales JobCenter

Ausgangssituation:
Um Armut erfassen und bestimmen zu können, sollte der Blick auf die Betroffenen geworfen werden. Was für Konzeptionen und Definitionen von Armut existieren überhaupt? Wer fällt unter diese Definitionen und wie arm sind die „Armen“, hier die Bezieher*innen von sozialen Leistungen, und vor allem: Wie arm fühlen sie sich denn selber? Fehlt es Ihnen nicht nur an Teilhabe am Arbeitsmarkt, sondern auch an Teilhabe am sozio-kulturellem Leben? Entsteht eine sozio-kulturelle Armut und lässt sich diese an der Einkommensgrenze festmachen?

Projektziele:
Im Zuge des Projekts wurde erforscht, ob bestimmte Merkmale dazu führen, dass Arbeitslose sich arm und deswegen auch ausgegrenzt fühlen. Das Ziel ist es, sich mit dem Begriff der gefühlten Armut auseinanderzusetzen, den Forschungsstand zu erfassen und mit Hilfe einer explorativen Umfrage zu sehen, ob sich hervorstechende Merkmale bestimmen lassen.

Dabei soll ein Fragebogen erstellt werden, bei dem die Zielgruppe vollkommen offengelassen wird; also ohne vorherige Eingrenzung nach bestimmten Merkmalen wie alleinstehend, alleinerziehend, Paare mit und ohne Kindern, etc. vorgenommen werden soll. Der Fragebogen wurde an drei Standorten (1 x gemeinsame Einrichtung der Bundesagentur für Arbeit in einer Großstadt, 2x Kommunale Jobcenter im eher ländlichen Raum) direkt an den Kund*innen angewendet. Es soll schlicht erforscht werden, ob sich bestimmte Risikoformeln ableiten lassen, die einen Hinweis darauf geben können, ob es Möglichkeiten gäbe, die gefühlte Armut zu verringern.

Die Ergebnisse dieses Projekts werden an einem Messestand vorgestellt.

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