Projekttitel:
Autismus im Job – Mehr Ressource als Herausforderung?

Projektleitung:
Frau Isabelle Kaufmann, Pro Arbeit – Kreis Offenbach – (AöR)

Ausgangssituation:
Die Integration von Menschen aus dem Autismus-Spektrum in den ersten Arbeitsmarkt ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Viele Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) sind arbeitslos oder langzeitarbeitslos, und das trotz häufig guter Bildung und Ausbildung. Mangels Alternativen werden diese Menschen häufig Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) zugewiesen. Dort sind sie jedoch häufig unterfordert. Die bereits bestehenden Eingliederungsleistungen werden dem besonderen Begleitungsbedarf von Menschen mit ASS nicht gerecht. Auch sind Arbeitgeber nicht informiert und können so die Potenziale, die in Menschen mit Autismus stecken nicht erkennen. Durch das Projekt „Autismus im Job – Mehr Ressource als Herausforderung?“ soll einem Menschen mit ASS die Möglichkeit gegeben werden ein Praktikum bei der Pro Arbeit – Kreis Offenbach –(AöR) zu absolvieren. Der Teilnehmer und die Mitarbeiter der Pro Arbeit sollen dabei intensiv durch die Projektleitung begleitet werden.

Projektziele:
Ziel des Projekts ist, durch Informationen und Aufklärung zu zeigen, wie berufliche Integration von autistischen Menschen gelingen kann und welche Rahmenbedingungen hierzu notwendig sind.
Zunächst stellte sich die Frage welche Abteilung der Pro Arbeit für ein Praktikum in Frage kommt. Im Anschluss stand die Teilnehmerakquise an. Hierzu wurde die Praktikumsstelle öffentlich ausgeschrieben. Im nächsten Schritt stand die Auswahl eines geeigneten Bewerbers an. Hierzu fanden Bewerbungsgespräche mit zwei interessierten Bewerbern statt. Weiterhin wurde das Team der Finanzbuchhaltung zum Thema Autismus im Rahmen einer Teamsitzung geschult.
Anschließend wurden die Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz geschaffen. Das Praktikum startete am 01.02.2019 mit einer Laufzeit von drei Monaten. Das Praktikum wurde nun um weitere 3 Monate verlängert und wird in der Abteilung Controlling weitergeführt. In der ersten Woche wurde die Praktikantin intensiv durch die Projektleitung begleitet. Nach der Orientierungsphase steht die Projektleitung der Praktikantin weiterhin als Ansprechpartnerin zur Verfügung und steht im engen Kontakt mit der Praktikantin und den Mitarbeitern der Abteilung. Ein mal wöchentlich findet ein Betreuungsgespräch mit der Praktikantin statt, in dem die Woche reflektiert wird und über Probleme, sowie Erfolge gesprochen werden kann. Die Situation wird stets überprüft, damit bei eventuellen Missverständnissen und Spannungen rechtzeitig interveniert werden kann.
Eine Weiterbeschäftigung der Praktikantin wird von Seiten der Pro Arbeit angestrebt.

Die Ergebnisse dieses Projekts werden an einem Messestand vorgestellt.

Zurück zur Projektübersicht