Projekttitel:
Regionalprojekte im ländlichen Raum

Organisation:
KVA Vogelsbergkreis – Kommunales Jobcenter

Projektleitung:
Frau Sabrina Naglatzki


Ausgangssituation:
Bei dem Landkreis Vogelsberg handelt es sich um einen Flächenlandkreis mit einer Gesamtfläche von 1.460 km². Dieser bedeckt sieben Prozent der Landesfläche Hessens. Der Landkreis Vogelsberg ist der drittgrößte Landkreis im Bundesland Hessen. Es existieren 19 Kommunen mit insgesamt 186 Ortsteilen. Der Landkreis Vogelsberg hat, mit 76 Einwohnern pro km² bei einer Gesamteinwohnerzahl von 108.000 Personen, die dünnste Besiedlung Hessens.

Trotz der Größe des Landkreises Vogelsberg verfügt dieser lediglich über einen zentralen Standort der KVA Vogelsbergkreis – Kommunales Jobcenter. Dies führt immer wieder zu Problemen mit den verschiedensten Ursachen. So kommt es beispielsweise immer wieder vor, dass KVA-Klienten, welche in kleineren, abgelegenen Ortschaften, vielleicht noch am Rand des Vogelsbergkreises wohnen, ihre Termine nicht wahrnehmen können, weil die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr sehr ungünstig ausfällt. Für sie bedeutet es, wenn sie einen Termin in der KVA Vogelsbergkreis – Kommunales Jobcenter wahrnehmen wollen/müssen, einen Tagesausflug zu planen (unter anderem mit der Unterbringung/Versorgung der eigenen Kinder). Eine Vielzahl der KVA-Klienten verfügen weder über einen Führerschein noch über einen Personenkraftwagen. Sind KVA-Klienten im Besitz eines Führerscheins, bedeutet dies nicht automatisch, dass sie auch im Besitz eines zugelassenen Personenkraftwagens sind. Wegen der beschriebenen Problematik, setzt die KVA sogenannte Regionalprojekte um.

Projektziele:
Die in Rede stehenden Regionalprojekte sollen in den Gemeinden des Landkreises Vogelsberg durchgeführt werden, welche nicht oder nicht gut über den öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen sind. Regionalprojekte fanden bisher in der Gemeinde Schotten als auch in der Stadt Homberg (Ohm) statt. Im Anschluss an diese gelungenen Regionalprojekte aus dem Jahr 2015, sollen zwei weitere Regionalprojekte (2016) – zeitgleich in Mücke und in Schlitz – folgen. In diesen Regionalprojekten werden KVA-Klienten, die arbeitsmarktfern sind, in den Arbeitsmarkt integriert. Alle zwei Wochen sollen regelmäßige Treffen mit den Coaches und dem Arbeitgeberservice der KVA, in den Räumen der Gemeinde und Stadt, stattfinden. Ziel ist es, durch die enge Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern die Arbeitssuchenden vor Ort in eine Beschäftigung zu vermitteln. Des Weiteren sollen die Teilnehmer in diesem Regionalprojekt ihre individuellen Fähigkeiten und Potenziale erkennen und für sich nutzen lernen. Die Teilnehmer werden bei der Arbeitssuche durch eine Mitarbeiterin/einen Mitarbeiter des Arbeitgeberservice unterstützt. Die Arbeitgeber wiederum können von motiviertem Personal profitieren, welches keine langen Anfahrtswege hat und vor Ort erreichbar ist. Auf der engen Zusammenarbeit mit den verschiedenen Unternehmen liegt das Hauptaugenmerk des Regionalprojektes: Die Arbeitssuchenden sollen nicht nur die Unternehmen und deren Arbeitsabläufe kennenlernen. Vielmehr sollen diese auch die Möglichkeit haben, mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen und sich auf diese Weise eigene Netzwerke aufzubauen.

Die Ergebnisse dieses Projekts werden an einem Messestand vorgestellt.

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